Mal ganz was Anderes

Normalerweise geht es hier um Autos. Und Motorräder. Und Motore.
Doch heute mal ein ganz anderes Thema.

GESUNDHEIT

Ich habe an meinem Körper Raubbau betrieben. 48 Jahre lang. Gegessen und getrunken, nach was mir war. Abends ein Bierchen? Warum nicht. Dazu Gummibärli? Her damit.

Und was davon? Seit 3 Jahren brauche ich blutdrucksenkende Medikamente. Eh „nix Schlimmes“ (so sagt der Arzt halt). „Nimm halt a Halbe“. Super, Blutdruck wieder okay. Dann, vor einem halben Jahr, Blutdruck wieder hoch. Ja, Stress… nimmst halt a ganze Tablette. Jeden Tag. Einmal vergessen – merkst sofort.

Doch wie soll das weitergehen? Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes… Alles sehr reale Aussichten, Übergewicht ist ein Hund.

Eine liebe Bekannte von mir hat schon vor Jahren ihr persönliches „NULL ZUCKER“ Experiment gestartet und festgestellt, es ist gut. Ich habe diese Info aufgenommen, doch war natürlich nicht bereit, so viel umzustellen. Ist doch unangenehm und wegen dem „bissl Gewicht“?

Die Augen geöffnet hat mir die Fernsehsendung „Das JENKE Experiment“.
Der Protagonist hat 1000gr Zucker zu sich genommen.
Pro Tag.
Am 11. Tag musste er aufgeben.
Katastrophale Blutwerte, Vorstufe Diabetes Typ 2.

Neben mir auf der Couch, ein Packerl „Nimm 2 Apfellinge“. Ja, genau die mit der Werbung mit den vielen Kindern. Kann ja so schlecht net sein, mit diesem Hersteller verbindet doch niemand was Böses oder? Apfel = gesund…

Sicher?
100gr. Apfellinge enthalten 60,2gr Zucker und gesamt 77,8gr Kohlenhydrate.
Der „Dickmacher“ Kartoffel enthält 14gr. Kohlenhydrate.

QUELLE
Wenn ich den Text der Marketingabteilung JETZT lese – könnte ich kotzen:

ZITAT: „Fruchtgummi mit Vitaminen

nimm2 Lachgummi – Vitamine und Naschen. Das spaßige Fruchtgummi mit Fruchtsaft und Vitaminen. Mit viel Abwechslung sorgt nimm2 Lachgummi für extra viel Naschspaß in der ganzen Familie. Die Kombination aus dem guten von nimm2 und den fröhlichen Fruchtgummi-Figuren sorgt bei jedem für ein strahlendes Lachen. So gut schmeckt lustig…“

Ach ja. Ich nehme jetzt seit 11 Tagen nur mehr das unvermeidliche Mass an Zucker zu mir (täglich deutlich unter 10gr), sehr wenig Kohlenhydrate und null Alkohol.

Über 3kg Gewichtsabnahme, der Gürtel nicht mehr am letzten Loch und jetzt (für mich!) das Beste: Mein Blutdruck! Stabil UNTER 120:80. Auch unter stressigen Lebensphasen (und deren gibt es in meinem Leben leider viele). Ich musste die Blutdrucktabletten KOMPLETT absetzen, weil sonst mein Blutdruck zu niedrig wird!

Einzige Nebenwirkung: Ich habe Entzugserscheinungen. Ich hatte noch nie leicht zittrige Hände. NIE. Doch der Körper hat sich noch nicht vollständig umgestellt. Dauert angeblich einen Monat. ICH HALTE DURCH!

Sehr plakativ zeigt dies folgendes Bild – und wer mutig ist und draufklickt, erfährt noch viel mehr über Zucker:

DENKT DA DRÜBER MAL NACH! Es lohnt sich!

Farbe!

Na ja, Schwarz ist im eigentlichen Sinne ja keine Farbe. Trotzdem, nennen wir es mal so. Das Rahmenheck und der Gabelstabi sind bereits gepulvert und warten auf die Abholung, das Eloxieren der beiden Stopfen für die Gabel wurde wegen der Mindestmenge von 65€ beim Eloxierbetrieb jedoch spontan verworfen.

Das Lackieren der Seitendeckel und des Kupplungshebels erfolgte bei passendem Wetter im Freien:

Polieren muss ich noch fleißig…

Alles vorbereitet für heute abend

In nur 3 Geschäften bekommt man zusammen die Komponenten für einen Gaszug – wenn man nicht den originalen Gasgriff benutzt…

Dazu Motoröl, Ölfilter und Ersatzkerzen (man weiß ja nie) und eine Batterie. Soll ja bald mal laufen, die gute SR.

Dafür sind meine beiden SRs in der Halle sorgfältig mit den feinen Abdeckungen von Louis (sind ja fast wie ein Spannleintuch – ein Schurke, wer Böses denkt) bis zum nächsten Frühjahr abgedeckt.

Heute abend sollte dann die Elektrik mal größere Fortschritte machen und der Motor seinen schmierigen Lebenssaft bekommen. Feinstes 20W40 – für luftgekühlte Motore halt.

Letzte Aktion 2019

IRGENDWAS musste ich ja noch tun. Nix Großartiges, das passiert 2020. Ergo, das Zündschloß mit dem genialen Halter von KEDO montiert. Den hat meine blaue SR auch, bin jedesmal wieder beeindruckt von dem Ding. Klein, leicht, super konstruiert.

Wenn man es einmal verbaut hat, weiß man, was der Konstrukteur sich dabei gedacht hat. Bissl Scotch-Brite fürs Zündschloß noch…

Und ein Weihnachtsgeschenk für die Werkstatt ist auch gekommen:

Hoffentlich brauchen wir es nicht sooo oft, aber Helicoil ist immer goil.

Wenn der Lenker schon mal dran ist

Also, der Lenker am Motorrad macht das Ding nicht nur sperrig, sondern irgendwie auch gleich viel interessanter. Auch wenn es nur ein gebogenes Alurohr ist in gediegenem schwarz, dazu noch federleicht und natürlich mit Gutachten. Ach, ich schweife ab.

Warum nicht mal den Alugasgriff mit dem Lenkergummi dranhalten. Ach was, schrauben ist besser:ja, der gefällt. Wie sieht das dann erst mit der Bremspumpe dazu aus? Noch besser!

Die andere Seite ist aber schon gar karg. Also mal die superkleine reduzierte Schaltereinheit dranhalten. Ach was, DRANSCHRAUBEN macht mehr Spaß:Als mir Werner vor gefühlten 100 Jahren damals diese minimalistische Lenkerarmatur das erste Mal zeigte „schau, wie genial, klein, leicht und nicht mal teuer“ fand ich sie nur eher hmmm. Na ja, damals fuhr ich ne fast neue Honda und fand die japanischen Standardarmaturen einfach toll. Was soll an so was Kleinem denn toll sein? Jahre später kam die Erleuchtung: Weglassen was nicht sein muss! Ja, weniger geht kaum mehr, Mission erfüllt. Und Motorradschrauben ohne an Werner zu denken geht sowieso nicht.

Irgendwo muss ja noch die Kupplungsarmatur rumoxidieren. Die hab ich gebraucht gekauft (Budget spielt schon auch eine Rolle), weil die Yamaha ja auch einen Dekozug braucht und die muss noch aufgearbeitet werden. Bäääh, die ist ja versifft. Vor dem Lack mal den Schmodder weg – ab ins Ultraschallbad damit: Werd das Ding morgen zerlegen und entlacken, dann darf 2K Lack in meiner bevorzugten Farbe RAL 9005 TIEFSCHWARZ zum Einsatz kommen (wie auch an etlichen anderen Teilen auch).

Der Tank

Als Basis ein guter SR Tank mit nahezu keinem Rost – lag schon seit Jahren trocken im Keller, innen zart eingeölt – so wie es sein soll. Einzig im Bereich der immer scheuernden Sitzbank minimale Rostpünktchen zu sehen. Aber sonst – tip top.

Man denkt – entlacken – ein wenig entrosten – grundieren und ab zum Lackierer – fertig. So war der Plan.

Entlacken mach ich gerne mit ColourEx* – hat schon bei Teilen wie der Gabelbrücke super funktioniert. JA, die Unterseite des Tanks ging auch super, aber an der Oberseite hat Yamaha anno 86´ nicht gegeizt – sondern wahrscheinlich den widerstandsfähigsten Klarlack ever verarbeitet. Sprich – bis sich erste Erfolge zeigten, brauchte es viele Durchgänge.

Es wird:

Und bis alles weg war – noch mehr.

So ein blanker Tank mit aktivierter Oberfläche legt binnen MINUTEN Flugrost an – unglaublich. 

Anschließend wurde entrostet mit Pelox RE. Das Zeug ist toll. Ist eigentlich nichts anderes wie eingedickte Phosporsäure.

Kann man immer wieder drüberpinseln und so reaktivieren. Wurde dann so oft wiederholt bis KEINE Verfärbung mehr nach dem Auftragen zu sehen war – dort waren dann richtige winzige Krater im Blech – und ich dachte das wäre nur oberflächlich…

Demzufolge macht man das ebenfalls gefühlt 100 mal. Solange sich was verfärbt ist man nicht fertig – ganz einfach. Das Abwaschen ist aber wiederum etwas biestig. Am Einfachsten ging es dann mit frisch einpinseln und schon nach 10min abwaschen – dann war die darunterliegende Schicht ausreichend angelöst.

Jetzt hieß es schnell sein. Trocknen mit Heißluftfön, abwischen mit Silikonentferner und gleich zart grundieren mit 2K Epoxygrundierung – gibt es auch in der Dose (leider teuer). Aber das ist und bleibt nun mal der beste Korrosionsschutz. Natürlich auch auf der Innenseite:Trocknen lassen:Und mal probesitzen am Moped:EINE winzige Delle hat er – aber dies überlasse ich dem Fachmann des Lackes.

Und weil es so schön ist, werd ich ihn innen doch noch entrosten und versiegeln – nicht unbedingt nötig, aber wenn schon, dann perfekt.

*Ein Hinweis zu ColourEx – auf der Verpackung steht „Verarbeiten wie Fett“. Okay, rein mit der Hand und drauf. NEIN – macht das NICHT. Meine Haut sah nachher gar  NICHT gut aus. Nehmt dicke, gute säurefeste Handschuhe und einen Pinsel – die Haut dankt.

Was lange währt

30. Juni 2002:

Zwei mehr oder weniger Verrückte holen ein verrostetes Etwas namens Motorrad. Type: SR500, Bj. 86.

In Bochum

950km

Eine Strecke

An einem Tag

Hin und retour

6. November 2014: Die selben beiden Protagonisten (nun sichtbar älter und  weiser) holen das Motorrad nach erfolgter Schnellrestauration bei einem Freund in Wildon ab.

28. September 2017: Schon wieder die Beiden.

  • 19:30 die SR springt nicht an. Morgen ist der Typisierungstermin.
  • 20:30 Kicken Läuft mit Startspray und Joker
  • 21:00 Vergaser ausgebaut
  • 21:45 Verklebte Düsen ausgebaut und gereinigt
  • 22:15 Sie läuft
  • 23:00 Probefahrt
  • 23:01 Elektrik aus beim Rechtseinschlagen des Lenkers
  • 23:02 NEIN, kein Feuerwehreinsatz (war knapp), Steckverbinder neu zusammengesteckt
  • 23:45 Motorrad aufgeladen

29.September 2017:

  • 07:10 Eintreffen bei der Typisierungsstelle

Ganze Story HIER

Immer vorm Urlaub…

ist dringend was zu richten.

Ereignis 2017: Motorumbau. Alter Motor bläst beim 2. Injektor durch, ergo den neu aufgebauten, bereits vorbereiteten Motor einbauen.

Was sich nach einer schnellen Ho-Ruck-in-2-Stunden-simma-fertig-Aktion anhört wird wie immer ein längeres Abendprogramm.

Tag 2: Der Antriebsstrang ist komplett ausgebaut, Motor vom Getriebe getrennt, alles fertig für den Zusammenbau.

Der „neue“ Motor: