Letzte Fehlteile – vorerst

Irgendwann, wenn man Zeit hat und nicht alles sofort haben muss, bekommt man sogar so begehrte Teile wie die Fussrastenanlage und eine hintere Steckachse für schmales Geld. Die SR für Hias war zwar als kostenbewusstes Projekt geplant, aber „low Budget“ ist hier nichts mehr inzwischen – zu gut soll sie werden.

Nur kleine Fortschritte

braucht zwar auch Zeit, macht aber nicht viel her:

Kleinteile reinigen, lackieren bzw. pulvern (lassen), Bremszange überholen, Teile sortieren, Stückliste überarbeiten und feststellen, was noch fehlt.

Leider zum Beispiel die Fussrastenträger – welche gar nicht mal so günstig zu bekommen sind 🙁

Der Tank ist zurück

Wie immer, ist auch diesmal auf Erwin, den Mann mit der hundertjährigen Lackiererfahrung, voll Verlass. Er versprach, vor Weihnachten und so war es auch. Am 22. bekam ich den Tank. Freundschaftspreis dazu auch noch.

Bin vom Ergebnis sehr begeistert, leider wird die Kombination von Leuchtstoffröhre und Handyfoto mit automatischem Weißabgleich der Farbe nicht gerecht.

Ab jetzt nur noch mit Gummi

Endlich – die Reifen sind da!

Ich finde, der Conti TKC80 passt optisch hervorragend zum Konzept eines Scramblers, der vorwiegend auf der Straße gefahren werden soll. Zudem verspricht das Profil guten Grip und eine hohe Laufleistung – so schreiben es auch diverse Foren. Okay, es gibt billigere Reifen…

Blöd ist nur, wenn man beim provisorischen Montieren draufkommt, das die bereits gekaufte Hinterachse definitiv nicht zu einer SR gehört 🙁

Weiter gehts mit den Rädern

In glänzendem Schwarz verführen die Räder sogleich daran weiterzuarbeiten. Also – rein mit den Radlagern. Wohl dem der eine Presse hat (Cookie hat eine – fein ist das). Das 18 Zoll Hinterrad ging genau rein, das 19 Zoll Vorderrad? Nun, wohl dem, der einen Fäustel hat – bloß ist das nicht soooo lustig. Hat aber auch geklappt.

Und weil ich grad so in Fahrt bin, bau ich auch gleich die hintere Bremse zusammen:

Und der Kettenblatträger ist auch montiert, warte ich nur mehr auf die Reifen. Sind aber auch bereits bestellt – nicht im Internet, sondern beim lokalen Reifenhändler meines Vertrauens natürlich – ProfiReifen. Um den gewünschten Scramblerlook sowie eine gute Performance unter einen Hut zu bringen, habe ich mich für den bewährten Conti TKC 70 entschieden, vorne in 100/90-19 und hinten in 4.0-18 – eine von Yamaha freigegebene Kombination, damit die Zulassung in Deutschland für Matthias keine Probleme bereitet.

Generell ist es so, wenn man ein Motorrad neu aufbaut und dabei den eigenen Wünschen entsprechend modifiziert (customized, wie man neudeutsch so sagt), sollte man sich vorab im Klaren sein, was man möchte und wie man dies erreicht. Nur zu kaufen, was aktuell gerade gefällt, wird sowohl im Endergebnis, kostenmässig als auch funktionell Probleme bereiten – genauso wie Teile, welche gut aussehen, aber ohne TÜV Bericht kommen – keine Chance auf eine Eintragung, so zulassungsrelevant.

Tank versiegelt

Laut Anleitung des Korrosionsschutzdepots kann man den Tank noch mit Kovermi ausschwenken um vor Flugrost zu schützen – das habe ich gemacht, sonst wird es wieder so stressig zwischen Entrosten und Versiegeln.

Dank Kovermi ist dann die Oberfläche dunkelgrau bis schwarz passiviert und kann in aller Ruhe komplett austrocknen. Diese Vorgehensweise war mir so sehr sympathisch.

Dann kam die obligate Rumpatzerei mit der 2 Komponenten Epoxydversiegelung. Im Gegensatz zu Kreem, welches es weiß oder rot gibt, ist diese hier grau – auch gut. Also den Härter in die Dose mit dem Harz schütten, rühren/schütteln und dann in den Tank. Da die Menge wirklich gering ist UND aufgrund der Temperatur im Freien war das Ausschwenken etwas langwierig, aber die Zeit bis zum Einsetzen der Aushärtung auch entsprechend größer. 

SEHR angenehm empfand ich die Geruchlosigkeit dieser Beschichtung, das kann man ohne Bedenken im Keller durchführen (fürs nächste Mal).

Nach dem Aushärten sah es dann so aus:

Und so soll das auch laaaange bleiben

Solltest Du auch so was vorhaben, dieses Set habe ich benutzt: LINK

Räder gepulvert

Gestern wars endlich soweit  – Cookie war so lieb, mir die Räder abzuholen. 

Schwarz glänzend, RAL 9005 (dürfte nun schon bekannt sein).

Sehen einfach genial aus – und die Arbeit, die ein Fachbetrieb zu leisten vermag, ist das Geld echt wert. Wunderschön. Das nächste Mal presse ich die Radlager vorher selbst aus – wusste ich nicht – mea culpa.

Und neue Radlager kommen auch gleich rein:

Tank entrostet

Ein rostiger Tank ist ein Ärgernis. Spätestens wenn das Zeug entweder den Filter oder den Vergaser verstopft, ist die Fahrt zu Ende. Will niemand. Und ich will keineswegs Matthias ein Motorrad hinstellen, welches nicht wirklich so perfekt ist, wie ich es halt hinbekomme. 

Der Tank ist war eigentlich angedenk des Baujahres innen in einem guten Zustand, aber eben nicht so gut, wie ich ihn mit vorstelle. Rostbraun geht gar nicht.

Ergo entrosten. Bei meiner blauen WNC-SR habe ich dies mit Kreem gemacht, welches von RBO vertrieben wird. Ging sehr gut, allerdings ist sowohl zum Entfetten als auch zum Entrosten eine Temperatur von 60°C notwendig. Habe mir dazu eine Thermoschaltung und einen Heizstab angeschafft. Zweiterer ist aber nach einem Tank bereits defekt.

Also suchte ich nach einer Alternative. Beim Korrorionsschutzdepot wurde ich fündig. Das Tankversiegelungsset ist quasi sehr ähnlich zu handhaben, aber bei Raumtemperatur. Nachteilig ist die deutlich längere notwendige Einwirkdauer. Fürs Entfetten sollte man schon durchaus ein bis zwei Tage veranschlagen, fürs Entrosten ebenso (immer wieder schwenken und schütteln zwischendurch). Das Ergebnis ist aber ebenso gut. 

Das eigentliche Versiegeln erfolgt morgen, ist ne Patzerei…

Fertig zum Sandstrahlen

Den gröbste Schmutz mittels Kärcher eliminiert, die alten Ge-Metzeler-Reifen haben den Weg alles Unverrottbaren angetreten (natürlich beim Reifenhändler sauber demontiert und entsorgt), abgeklebt, was abgeklebt gehört und demnächst im großen Sandsturm.
Sehr positiv überraschte dafür der Kettenblattträger. Okay – das Hinterrad wurde mit als „mit spielfreiem Kettenblattträger“ verkauft – aber ich bin nicht so naiv, bei 30 Jahre alten Teilen auf einen guten Zustand zu hoffen. Beim Zerlegen jedoch zeigte sich bald – das Teil IST gut. Nur die Oberfläche. DACHTE ich. ABER es kam noch besser: Was so angegriffen aussah, war nur 30 Jahre altes Kettenfett. 5mm dick! Man kommt halt einfach zum Putzen an diese Stelle kaum dran, ergo ist das auch normal. Eine Nacht in Kaltreiniger und ich traute meinen Augen nicht zu trauen: Der Kettenblattträger ist makellos und kann genau so wieder verbaut werden. Dazu passt das neue Kettenblatt natürlich hervorragend.