Räder gepulvert

Gestern wars endlich soweit  – Cookie war so lieb, mir die Räder abzuholen. 

Schwarz glänzend, RAL 9005 (dürfte nun schon bekannt sein).

Sehen einfach genial aus – und die Arbeit, die ein Fachbetrieb zu leisten vermag, ist das Geld echt wert. Wunderschön. Das nächste Mal presse ich die Radlager vorher selbst aus – wusste ich nicht – mea culpa.

Und neue Radlager kommen auch gleich rein:

Tank entrostet

Ein rostiger Tank ist ein Ärgernis. Spätestens wenn das Zeug entweder den Filter oder den Vergaser verstopft, ist die Fahrt zu Ende. Will niemand. Und ich will keineswegs Matthias ein Motorrad hinstellen, welches nicht wirklich so perfekt ist, wie ich es halt hinbekomme. 

Der Tank ist war eigentlich angedenk des Baujahres innen in einem guten Zustand, aber eben nicht so gut, wie ich ihn mit vorstelle. Rostbraun geht gar nicht.

Ergo entrosten. Bei meiner blauen WNC-SR habe ich dies mit Kreem gemacht, welches von RBO vertrieben wird. Ging sehr gut, allerdings ist sowohl zum Entfetten als auch zum Entrosten eine Temperatur von 60°C notwendig. Habe mir dazu eine Thermoschaltung und einen Heizstab angeschafft. Zweiterer ist aber nach einem Tank bereits defekt.

Also suchte ich nach einer Alternative. Beim Korrorionsschutzdepot wurde ich fündig. Das Tankversiegelungsset ist quasi sehr ähnlich zu handhaben, aber bei Raumtemperatur. Nachteilig ist die deutlich längere notwendige Einwirkdauer. Fürs Entfetten sollte man schon durchaus ein bis zwei Tage veranschlagen, fürs Entrosten ebenso (immer wieder schwenken und schütteln zwischendurch). Das Ergebnis ist aber ebenso gut. 

Das eigentliche Versiegeln erfolgt morgen, ist ne Patzerei…

Fertig zum Sandstrahlen

Den gröbste Schmutz mittels Kärcher eliminiert, die alten Ge-Metzeler-Reifen haben den Weg alles Unverrottbaren angetreten (natürlich beim Reifenhändler sauber demontiert und entsorgt), abgeklebt, was abgeklebt gehört und demnächst im großen Sandsturm.
Sehr positiv überraschte dafür der Kettenblattträger. Okay – das Hinterrad wurde mit als „mit spielfreiem Kettenblattträger“ verkauft – aber ich bin nicht so naiv, bei 30 Jahre alten Teilen auf einen guten Zustand zu hoffen. Beim Zerlegen jedoch zeigte sich bald – das Teil IST gut. Nur die Oberfläche. DACHTE ich. ABER es kam noch besser: Was so angegriffen aussah, war nur 30 Jahre altes Kettenfett. 5mm dick! Man kommt halt einfach zum Putzen an diese Stelle kaum dran, ergo ist das auch normal. Eine Nacht in Kaltreiniger und ich traute meinen Augen nicht zu trauen: Der Kettenblattträger ist makellos und kann genau so wieder verbaut werden. Dazu passt das neue Kettenblatt natürlich hervorragend. 

Fast fertig ;-)

na ja, fast halt nur. Die Rädern wurden mal von den steinalten Ge-Metzeler’n befreit und einfach mal an den Rahmen gestellt und siehe da – es sieht ja schon fast wie ein Motorrad aus. 

Morgen mal den (an sich spielfreien – hoffe, dies bewahrheitet sich) Kettenblattträger abbauen sowie die Bremsscheibe und die Teile für den nächsten Sandsturm vorbereiten.

Der Kettenblattträger ist insofern immer spannend, da hier eine der echten konstruktiven Schwächen der SR verbaut ist – hier läuft Metall auf Metall und wenn der Vorbesitzer den kleinen Schmiernippel nicht regelmässig liebevoll umsorgte, bedarf dieses Teil eines Umbaus. Nicht extrem aufwändig, aber halt auch Arbeit. Wenn aber nur geringste Zweifel auftauchen, wird natürlich umgebaut – soll schon ein feines Teil werden.

Bald gehts weiter

Mal was dranhalten

Mal IRGENDEINES der bereits gekauften Teile einfach so dranhalten oder dranschrauben um zu sehen was es denn eigentlich wird – das tut gut und fördert die Motivation.

Also, mal den schönen TRW Alulenker draufgeschraubt:Ja, darauf kann man bauen. Also halten wir mal den Scheinwerfer dran: Ja, das kommt gut, DARAUF kann man sich freuen. Reicht für heute mal…

Die Gabel

Nachdem mir das zukünftige Fahrverhalten sehr wichtig ist (möchte ja, das Matthias möglichst viele tolle Kilometer mit Grinsen im Gesicht zurücklegen kann), hab ich mich im Innenleben der Gabel ein bisschen ausgetobt. Erstmal alles zerlegt, penibel gereinigt (man glaubt nicht wie viel Abrieb in so einer Gabel ist).

Die Vorspannhülsen sind rausgeflogen, stattdessen kamen Gabelstopfen mit einstellbarer Vorspannung aus meinem Fundus (sehr edle Teile) an die Gabel, die fehlende Vorspannung besorgten zusätzlich SR Ventilfedern, welche das Fahrverhalten positiv beeinflussen sollen. Zusätzlich kam das Öl eine Nummer dicker von White Power rein, neue Gabelsimmeringe sowieso und die Standrohre wurden mit 2000er Schleifpapier und Öl feinstens abgezogen vor dem Einbau.

Ach ja, die sinnlosen Halter für einen zweiten Bremssattel sind auch gleich abgesägt/feilt worden.

Schleifen

Schleifen

Noch immer nicht fertig, also mehr schleifen

Grundieren und füllern

Und lackiert – wieder mal in RAL 9005Zog sich natürlich wie immer über Wochen hin…

Schwingenlagerung II

Nur 5 Wochen Lieferzeit:

Die benötigte 22mm Reibahle kostete bei AliExpress 13,38€ inkl. Versand. Die Qualität ist – nun ja, 13,38€. Aber ich hab mal ein Lager versucht, die Masshaltigkeit stimmt, ergo tauglich. Los gehts.

5min Arbeit fürs auf Mass reiben.Und schon ist die Schwinge am Platz – penibel ausdistanziert (das dauerte aber länger als 5 Minuten).